
Pflanzen einer Staudenrabatte - so geht es
Was brauche ich für das Staudenbeet:
- Geeignete Pflanzenauswahl
- Blumavis Pflanzerde oder Blumavis Bioerde
- Oscorna Bodenaktivator und Oscorna Animalin
- Staudengabel oder Pflanzkelle
- Gießkanne
Vorbereitung der Fläche
Zunächst
muss man im Garten die Fläche festlegen, auf der das Beet entstehen
soll. Meistens hat man ja keine „leeren“ Flächen zur Verfügung, sondern
muss erst mal etwas anderes entfernen. Oft bieten sich Stellen an, wo
zuvor Gehölze gestanden haben, die gerodet wurden. Hierbei ist es
wichtig, den Boden möglichst gut zu lockern, vorhandene dicke Wurzeln
sollten so gut wie möglich entfernt werden. Mit Hilfe einer Fräse kann
man größere Flächen schneller bearbeiten, bei kleinen geht es auch von
Hand mit dem Spaten. Sollten sich Wurzel-Unkräuter auf der Fläche
befinden, müssen Sie deren Wurzeln gründlich mit einer Hacke herauskämmen und von dem Beet entfernen. Bedenken Sie auch, dass Gehölze
die länger gestanden haben, viele Nährstoffe aus dem Boden gezogen
haben, so dass gerade in der obersten Bodenschicht alles ausgelaugt
ist.
Bis zu 20cm tief sollte man deshalb einige Säcke Pflanzerde sowie
Bodenaktivator einarbeiten. Der Bodenaktivator sorgt dafür, dass
Mikroorganismen, die ein gesunder Boden braucht, gute Lebensbedingungen
bekommen und sich vermehren. Für die neue Pflanzen ist es auch ratsam,
durch einen organischen Dünger wie Oscorna Animalin Nährstoffe zur
Verfügung zu stellen. Auch den Dünger sollte man vor der Pflanzung in
den Boden einarbeiten, so finden die Pflanzen ihn dann direkt im
Wurzelbereich vor. Im Anmalin sind sowohl Stickstoff, Phosphor als auch
Kali vorhanden, welches die Stauden mengenmäßig am stärksten
verbrauchen, sowie wichtige Spurennährstoffe. Ein organischer Dünger
hat den Vorteil, dass die Nährstoffe erst langsam nach und nach durch
Zersetzung frei werden, so wie die Pflanze sie auch verbraucht.
Mineralische Dünger hingegen muss man vorsichtig dosieren und wiederholt
aufbringen, denn sonst ist entweder zu viel da, schädigt die Wurzeln
oder wird vom Regen ausgewaschen ins Grundwasser, oder es ist nach
kurzer Zeit nichts mehr da und die Pflanze hungert. Deshalb ist gerade
für Anfänger ein organischer Dünger immer am besten.
Wenn man
sich entscheidet, einen Teil des Rasens in ein Staudenbeet umzuwandeln,
muss man ebenfalls zunächst umgraben oder Fräsen, dabei ist es wichtig,
dass alle Grassoden kopfüber eingearbeitet werden, so dass kein Gras
mehr herausschaut ans Licht, denn das würde wieder anwachsen. Man kann
es sich ein bisschen leichter machen, wenn man schon etwas im Voraus
plant, und den Rasen bereits einige Wochen vor der Beetanlage am
Wachstum hindert. Das geht, indem man ihn mit einer schwarzen
lichtundurchlässigen Plane abdeckt. Wo kein Licht hinkommt wird der
Rasen zunächst gelb und stirbt schließlich ganz ab, vielleicht haben Sie
das schon einmal beobachtet, wenn ein Planschbecken zu lange an
derselben Stelle stand. Danach fällt das Umgraben wesentlich leichter.
Eine weitere Methode wäre, den Rasen sehr kurz abzumähen und dann mit
einer ca. 10cm dicken Schicht Mutterboden oder Pflanzerde zu bedecken.
Auch das bringst das Gras zum Absterben, allerdings hat man dann das
Bodenniveau dauerhaft angehoben.
Dauerpflege eines Staudenbeetes
In den folgenden Jahren sollten die Stauden im Optimalfall flächendeckend wachsen, so dass keine nackte Erde mehr zwischen ihnen zu sehen ist. Dann haben Sie kaum noch mit Unkraut zu rechnen. Natürlich kann es im Winter immer mal zum Ausfall einer einzelnen Staude kommen. Sollte tatsächlich was kaputt gegangen sein kann man dann neue Pflanzen besorgen und in die Lücke setzen. Gegossen wird im Normalfall nur Neugepflanztes, was schon über ein Jahr im Beet wächst wird überhaupt nicht mehr gewässert. Nur bei extremen Dürreperioden dürfen Sie mal zum Schlauch greifen und helfen, aber normalerweise versorgt sich eine gesunde Staude selbst über ihr Wurzelwerk. Düngen sollten Sie jeweils im Frühjahr mit einem organischen Dünger, vorsichtig dosiert. Nur wenn Sie sehr viel Rindenmulch aufbringen sollten Sie auch etwas mehr düngen, denn die Zersetzung von Holz und Rinde durch Mikroorganismen Verbraucht zusätzlichen Stickstoff aus dem Boden. Die meisten Gärtenböden sind gut mit Nährstoffen versorgt und müssen nicht viel gedüngt werden. Sollten Sie aber Mangelsymptome an Stauden erkennen, wie zum Beispiel vermehrt gelbe Blätter, könnte man das ggf. auch durch eine Bodenprobe klären lassen. Manchmal liegt es nämlich auch am pH-Wert oder Staunässe oder sonstigen Faktoren. Die wichtigste Pflegemaßnahme ist aber der Rückschnitt. Viele Blühstauden bilden noch einmal neue Blüten, wenn man die verblühten Stängel herausschneidet. Der Gärtner nennt das Remontieren. Der Hintergrund ist: wenn die Pflanze Samen bildet, steckt sie ihre gesamte Kraft in die Samen. Schneidet man die Samenansätze weg, versucht sie erneut zur Samenbildung zu kommen durch frische Blüten. Da kann man also immer mal wieder das Beet durchforsten, und Verblühtes abschneiden.
Im
Herbst ist dann eine größere Aktion angesagt. Viele Stauden werfen im
Herbst das Laub ab, genau wie Bäume. Trockene Stiele und Blätter kann
man nun entfernen. Wie stark und wie früh man abschneidet ist dem
eigenen Ordnungssinn überlassen. Für die Pflanzen ist es hilfreich, so
lange wie möglich zu warten, denn dann können restlos alle wertvollen
Inhaltsstoffe des Blätter in die Wurzel verlagert und gespeichert
werden. Welkes Laub über den am Boden befindlichen Knospen ist natürlich
auch ein Frostschutz. Und je tiefer man Stängel abschneidet, desto
tiefer kann auch der Frost in verbleibende Stiele eindringen. Und last
but not least: Trockene Pflanzenteile sind Rückzugsorte für Insekten und
Kleintiere. Also findet jeder irgendwo seinen Kompromiss zwischen
„Alles porentief rein abgeräumt“ und „Bei Hempels unterm Sofa“.
Spätestens im Frühjahr jedoch sollte man irgendwann Hand anlegen, denn
die frischen Austriebe können sich besser entfalten, denn sie nicht von
Laubschichten bedeckt sind. Sie brauchen Luft und Licht.
Fazit
Er verändert von Woche zu Woche sein Gesicht. Eine Blüte entfaltet sich,
eine andere welkt. Er ändert die Farbe, den Geruch, den Charakter, und
er bleibt natürlich erweiterbar und gestaltbar. Sie haben eine neue
Lieblingsfarbe? Kein Problem, stechen Sie von allzu üppig wuchernden
Ziest ein wenig ab, um Platz zu schaffen für eine stahlblaue
Kugeldistel. Oder das Klima wird immer wärmer? Entfernen Sie ein paar
welkende Hortensien am Beetrand und ersetzen sie durch was Mediterranes
wie Salbei und Rosmarin. Haben Sie neuerdings eine Vorliebe für essbare
Blüten? Dann pflanzen sie doch eine Taglilie mit leckeren dicken
Knospen dazu.
Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort, welches auch in Europa Gültigkeit hat:
Wer einen Tag glücklich sein will, der trinke Wein.
Wer eine Woche glücklich sein will, der schlachte ein Schwein.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der pflanze einen Garten.
Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort, welches auch in Europa Gültigkeit hat:
Wer einen Tag glücklich sein will, der trinke Wein.
Wer eine Woche glücklich sein will, der schlachte ein Schwein.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der pflanze einen Garten.